3. kidical mass in Ansbach – mehr als 150 Teilnehmende

Sichere Radwege, vor allem für Kinder“

Unser Ziel und unsere Forderung: Alle Kinder und Jugendlichen können sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß in Ansbach bewegen.

Am 17.. Mai 2026 fand die 3. kidical mass in Ansbach statt. Mehr als 150 Teilnehmende, fuhren mit uns die Route, viele Kinder, sogar zwei Kinder mit Laufrad, Eltern, Großeltern und Personen, die einfach gerne Rad fahren, folgten dem Aufruf bei Sonnenschein. Ein großartige Erfolg!

„Wir fahren heute nicht einfach nur Fahrrad – wir setzen ein Zeichen, Straßen gehören allen, auch den Kindern.“ sagte Jörg Schellenberger, 2. Vorsitzender Carina, zum Auftakt. Auch Frau Promm, die Schulleiterin der Friedrich-Güllschule, begrüßte die Anwesenden. Sie unterstrich, wie wichtig es ist, dass Kinder schon im Grundschulalter radfahren, dafür brauchen sie sichere Wege und Rücksicht.

Am Zwischenstopp in Schalkhausen erläuterte Sigrid Strobel, 1. Vorsitzende Carina, dass es zweierlei Typen von Radfahrern gibt: „Die Erwachsenen, die schnell von A nach B kommen wollen, brauchen Platz und Sicherheit auf der Straß. Deshalb begrüßen wir die Schutzstreifen und Piktogramme auf der Schalkhäuser Landstraße und nach den Bauarbeiten auf der Schalkhäuser Straße. Kinder und gemütlich fahrende Radfahrer brauchen andere Radwege, da ist der für Räder freigegebene Gehweg sinnvoll. Achtung, da darf ich nur Schrittgeschwindigkeit fahren, da haben Fußgänger Vorrang! Auf die diesen Wegen sind die Kreuzungen gefährlich. Da braucht es rote Markierungen und Hinweise für die PKW: „Achtung Radfahrer kreuzen“. So verstehen wir nicht, warum die rote Markierung bei der OBI-Kreuzung entfernt wurde! Gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer brauchen Schutz.“

Am Ziel, dem Pausenhof der Johann-Steingruber-Realschule, wurde der Eiswagen mit lautem Jubel begrüßt. Großes Interesse fand an allen drei Stationen die Möglichkeit am „SLOW RACE“ teilzunehmen: Gewinner ist der oder die, die ohne Absteigen eine gerade Strecke am langsamsten fahren kann; durchgeführt von Klaus Riedel.

Der Elternbeirat bot Wasser an, der ADFC präsentierte einen Stand mit Verkehrsquiz und Informationen. Carina zeigte in Kooperation mit der Stadt Ansbach die Baupläne der Straße vom Herrieder Tor bis nach Schalkhausen. Jede*r konnte dazu Kommentare schreiben. Der Bürgermeister der Stadt Ansbach, Dr. Markus Bucka, freute sich dabei zu sein und bat in seiner kurzen Rede um Geduld bei der Schaffung von neuen Radwegen.

Organisiert hatten die gemeinsame Rad-Demo Carina e.V., Eltern für Ansbach und der ADFC Ansbach.

Ziel der Aktion war es, auf die Bedeutung des Fahrrads für die Mobilität von Kindern aufmerksam zu machen. Straßen sind für alle da!

Kinder, die von klein auf aktiv mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind, bleiben es auch als Erwachsene. Fahrrad- und Fußgängerwege, auf denen sich Kinder und Jugendliche sicher und selbständig bewegen können, sind gut für alle Generationen. Gegenseitige Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander gehören dazu.

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel. Straßen sind nicht nur für Autos da.

Bestehenden Handlungsspielraum ausschöpfen 

Kinder- und fahrradfreundliche Mobilität beginnt vor Ort. Die derzeitige Rechtslage bietet Spielräume. Es gibt noch Luft nach oben. Ansbach soll ihren Handlungsspielraum voll ausschöpfen.

Kidical mass gibt es deutschlandweit an vielen Orten. Dieses Jahr nahmen ca. 125.000 Menschen, in rund 20 Ländern, mit 570 Aktionen – in Städten, Gemeinden und im ländlichen Raum teil.

Mehr Infos zu „kinderaufsRad“ (https://kinderaufsrad.org/)

Die Bilder sind private Aufnahmen von Bernhard Schmid und Sigrid Strobel