Wen soll ich wählen? (Teil 2. Fußgänger- und Fahrradverkehr)

Antworten der Parteinen zum Thema Mobilität (Teil 2. Fußgänger und Fahrradfahrer)

Im zweiten Teil haben wir die Parteien zum Thema Fußgänger und Fahrradverkehr befragt. Was die Parteien zu diesem Thema zu sagen haben, kann wieder in der Tabelle verglichen werden.

Fragen zu Fußgänger- und Fahrradverkehr CSU SPD BAP Grüne ÖDP FW Piraten
Wie steht Ihre Partei/Liste zum Fahrradverkehr in Ansbach? Fuß- und Radweg sind grundsätzlich zu trennen.Lücken im städtischen Radwegenetz sollten geschlossen werden. Die SPD forderte bereits 2007 die Erstellung eines Radverkehrskonzept. Dieses wurde 2010 endlich erstellt. Nun geht es an die Umsetzung. Die BAP setzt sich für eine rasche Umsetzung des Fahrradkonzeptes ein und strebt an, dass in den nächsten zwei Jahren einige neue Projekte umgesetzt werden.Auf unseren Antrag und Initiative hin wird so z.B. der Radweg nach Rügland als eine kommunale Allianzleistung mit hohen Zuschüssen verwirklicht und die fehlende Verbindung zwischen B13 und Höfstetten verwirklicht. Um noch mehr Ansbacher zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, wollen wir den Radverkehr flüssiger und sicherer machen.Eine wichtige Rolle spielt die konsequente Umsetzung und Fortschreibung des bestehenden Radwegkonzeptes und den darin angestrebten höheren Radfahreranteil. Fahrradverkehr ist ein sehr wichtiges Standbein im Mobilitätskonzept. Wir haben uns stark für die Verbesserung des Radwegenetzes eingesetzt. So wurden die Radwege Bernhardswinden-Rös, AN-Rügland und entlang der SO-Tangente unter maßgeblicher Mitwirkung der ÖDP erst vorangebracht.    Siehe unten Um Ansbach fahrradfreundlicher zu machen, möchten wir die Modernisierung und Neustrukturierung der Fahrradwege vorantreiben.Das Ziel dabei ist, das Mobilitätspotenzial einer an sich sehr kompakten Stadt zu erschließen.
Was würden Sie an den Fahrradrouten, der Wegführung, verändern? Bei Fahrradwegweisern sollten öfter Zielorte mit Kilometerangabe vorhanden sein. Beschilderung für Radfahrer soll noch mehr auf Innenstadt hin orientieren. Wir werden Lücken im Radwegenetz Stück für Stück schließen. Wir wollen dem Radverkehr an geeigneten Stellen den Vorrang geben.Wir überprüfen die Ampelschaltungen. Insbesondere die Tatsache, dass Fußgänger und Radfahrer im Kreuzungsbereich an vielen Stellen in Ansbach um Erlaubnis bitten müssen, ist uns ein Dorn im Auge.In der Innenstadt sind mehr Stellplätze für Fahrräder auszuweisen. Weitere Verbindungen (z.B. Wiesenstraße) stehen an.Zu diesen Maßnahmen haben wir Mittel (z. Teil mit Erfolg) bei den Haushaltsberatungen im November 2013 beantragt. Wir fordern:- Attraktive, sichere, schnelle und durchgängige Radverkehrsverbindungen- Mehr Wege für den Radverkehr durch Öffnung von Einbahnstraßen

Einrichten von Fahrradstraßen, die dem Fahrrad Vorrang vor anderen Verkehrsmitteln bieten

- Überdachte Abstellplätze für Fahrräder an wichtigen zentralen Plätzen (wie Martin-Luther-Platz und Promenade)

- Bessere Kennzeichnung des Verlaufs der Fernradwege in der Stadt mit Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und historische Ereignisse.

- Ein Konzept zur Schaffung und Beschilderung schneller Stadteilverbindungen für RadfahrerInnen

- Zulassung des schnellen Radverkehrs auf den normalen Straßen.

Wo immer möglich sollte eine Trennung von Fuß- und Radverkehr erfolgen. Viele Einbahnstraßen können mit dem Rad in beiden Richtungen befahren werden. Überregionale Radrouten müssen verstärkt besser beschildert und angebunden werden, denn das fördert den so wichtigen Tourismus. Fahrradabstellplätze am Bahnhof müssen verbessert werden, auch am Brückencenter und weiteren Plätzen in der Stadt. Umfassendes Radwegekonzept – einheitliche (auch sprachlich) Beschilderung – deutlichere Markierung von Fuß – / Ragweg – Rad vor Auto – Parkplätze verbessern, ausbauen – Handyparken ausweiten – Kurzzeitparkplätze – dennoch immer mit Rücksicht und Respekt allen Verkehrsteilnehmern gegenüber.   Öfter Erhebungen zur Nutzung der Radfahrer als Grundlage weiterer Entscheidungen. Derzeit stehen dem zum einen die schwierige Integration ins Straßennetz und zum anderen eine zersplitterte Verkehrsführung für Radfahrer entgegen. Ein Beispiel dafür sind die Fahrradwege im Bereich Endresstraße/Promenade (die aktuell aufgerissen wird)/Maximilianstraße.Ein anderer Fall ist die Altstadt.Auf dem Martin-Luther-Platz gehört das Straßenpflaster mittel- und langfristig durch ein barrierefreies und nutzungstaugliches Straßenpflaster ersetzt.
Wir möchten eigene Radwege dort, wo sie sich separat und mit wenig Schnittpunkten zu Fußgänger- und Autoverkehr umsetzen lassen.

Wo das nicht der Fall ist oder zu wenig Platz zur Verfügung steht, plädieren wir für gemeinsame Wege für Rad- und Fußgängerverkehr.
Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Kernbereich der Stadt sind unserer Meinung nach ordentlich, wenn auch nicht perfekt. Beispielsweise fehlen Abstellmöglichkeiten im Bereich Turnitzstraße/Karolinenstraße und in der Neustadt.

Wie steht Ihre Partei/Liste zu den Verkehrsflächen für Fußgänger in Ansbach? Der Schutz der Fußgänger in der Fußgängerzone vor verbotswidrigem Fahren und in der verkehrsberuhigten Zone vor zu schnellem Fahren muss besser überwacht werden. Fußgänger, Familien, Kinder, Seniorinnen und Senioren brauchen Raum zur Entfaltung und zur Entschleunigung. Deshalb sind autofreie Zonen, wie z.B. die Fußgängerzone von enormer Bedeutung. Die BAP hält es für erforderlich, dass analog der letzten Jahre mit der Umrüstung auf barrierefrei Übergänge und akustische Signale für Sehbehinderte fortgefahren wird. Auch Fußgänger haben Ansprüche an Raum, Sicherheit und zügiges Vorankommen. Fußgänger sind das schwächste Glied in der Verkehrskette. Sie sind deshalb besonders zu schützen. Eine durchgängige Befahrbarkeit der Fußgängerzone auch tagsüber lehnen wir ab.  Die Sperrzeiten für Lieferverkehr in der Fußgängerzone ollten stärker beachtet werden Fußgänger immer vor Fahrrad und Auto – deutlichere Markierung – besseres Pflaster – barrierefrei – vor Schulen Tempo 30 In der Innenstadt und an verschiedenen Stellen in der Stadt findet sich heute schwer begeh- und befahrbares Kopfsteinpflaster. Dieses weist häufig große, gefährliche Spalten auf und ist deformiert.
Unser Ziel ist
- ein erneutertes, modernisiertes Straßenpflaster, kein Asphalt oder ähnliches
- dieses soll barrierefrei nutzbar sein, also etwa mit Kinderwägen, Rollstühlen, hochhackigen Schuhen 
- das Plaster soll optisch ansehnlich beschaffen sein
Was würden Sie z. B. in der Innenstadt, an Fußgängerzonen, den Straßenquerungen, den Schulwegen, der Barrierefreiheit oder der Beschilderung verändern? Für die Fußgänger sollten die Ampelphasen für die Straßenüberquerung verlängert werden. Die Überwucherung vieler Fußwege mit Gras im Sommer sollte besser bekämpft werden. Wir sorgen Stück für Stück für mehr Barrierefreiheit. Bordsteine sind abzusenken, Hindernisse abzubauen.In der Innenstadt werden wir ein barrierefreies Laufband installieren, das mit Kinderwägen, Rollatoren oder Rollstühlen bequem benutzt werden kann. Einige fehlende Verbindungen müssen in den nächsten Jahren erstellt werden (z.B. Brodswinden bis Industriestraße).Auch hierzu hat die BAP einen erfolgreichen Antrag bei den Haushaltsberatungen gestellt. Wir fordern daher:- Ein attraktives Fußwegekonzept für Ansbach- Ausreichende Berücksichtigung der Belange der Fußgänger in der Verkehrsplanung

- Überprüfung zahlreicher Ampelschaltungen (z. B. Würzburger Landstraße, Residenzstraße, Eyber Straße, Hohenzollernring)

- mehr verkehrsberuhigte Zonen

- Mehr echte Spielstraßen

Wir sind der Meinung, dass die kompetente Meinung behinderter Menschen eingeholt und daraufhin umgesetzt werden sollte. Eine besondere Problematik sehen wir im Bereich der Fußgängerüberwege an der Residenzstraße. Die Gestaltung der Übergänge und Schaltzeiten ist suboptimal und stellt für viele Fußgänger eine Schwierigkeit dar. Dies ist nicht nur mit Blick auf die Barrierefreiheit ein Problem, sondern auch angesichts des neu entstehenden Wonraumes im Bereich des ehemaligen Hofbräuhauses.Bei den Ampelanlagen sollen eine Restlichtanzeige und eine zusätzliche, verlängerte Schaltzeit in Betracht gezogen werden.

Alle Listen die zur Kommunalwahl in Ansbach antreten wurden befragt. Bis auf „Offene Linke Ansbach“ hat Carina e.V von allen Listen eine Antwort erhalten.

joerg schellenberger

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